Flora & Fauna / Costa Rica

Tropischer Regenwald in Costa Rica

Ein unvergessliches Erlebnis für jeden Naturfreund
26. August 2021

Mittelamerika

Costa Rica

Tropischer Regenwald in Costa Rica

Der tropische Regenwald ist ein Sehnsuchtsziel für viele Menschen. Faszinierend, geheimnisumwoben, bedrohlich und zugleich bedroht. 

Es ist vermessen zu denken, das könne jeder Mensch auf der Erde im Original und vor Ort erleben. Im Angesicht der Klimakrise sollte es aus Umweltgründen abgelehnt werden. Und so schlagen auch in meiner Brust als Reiseleiter zwei Herzen. Einerseits möchte ich das Klima schützen und keine Flüge in tropische Regionen fördern.

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Gelber Trompetenbaum im Caño Negro 
Andererseits bin ich Teil des Systems und bediene sehr gerne die Nachfrage nach Führungen im Tropischen Regenwald der Menschen, die sich den wohl fantastischsten Lebensraum der Erde ansehen wollen. Nur diese kurzen Sätze zu dem Thema; wir können hier nicht den „Weltschmerz“ weiter herunterbeten. Das muss jeder still mit sich selbst ausmachen. 

Warum gibt es in Costa Rica den schönsten Regenwald? 

Und es gibt kein Land, welches besser für ein Vorhaben dieser Art, nämlich den Tropischen Regenwald zu besuchen besser geeignet ist als Costa Rica. Es liegt auf rund 8 Grad Nord in Mittelamerika zwischen Nicaragua und Panama. Nur rund 9 Flugstunden von Europa entfernt und von sehr überschaubaren Dimensionen, was die Landesfläche betrifft. Etwa so, wie die Schweiz oder das deutsche Bundesland Niedersachsen. Auf diesem Flecken Land gibt es nicht nur den klassischen Tropischen Tieflandregenwald zu bestaunen, sondern darüber hinaus auch den Tropischen Bergregenwald, den Tropischen Nebelwald und auch den weniger bekannten Tropischen Trockenwald. 

Was nützen dem Besucher die 3000 km Tropischen Regenwaldes in Brasilien, wenn kein Weg hineinführt. Wenn man zur Anreise Inlandsflüge und strapaziöse Bootstouren in Kauf nehmen muss, wenn man sicherheitstechnische und reisehygienische Defizite akzeptieren müsste?

 

In Costa Rica besteht eine perfekte Infrastruktur. Es ist kein Botanischer Garten oder Zoo, es ist zum großen Teil Primärregenwald, welcher seit vielen Millionen von Jahren so stabil funktioniert. Dennoch gibt es gut erschlossenen Nationalparks, private Schutzgebiete mit Wanderwegen und Stegen sowie Brücken. Sie müssen keinen Tropenhelm und Überlebensausrüstung mitbringen; sie wandeln dort ganz bequem in Jeans und T-shirt. Da wo es zum Schutz der Natur erforderlich ist, sind befestigte Wege angelegt worden. Da wo es die Sicherheit der Wanderer notwendig macht, Geländer und Sicherungen errichtet worden.

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Brettwurzeln 
Natürlich gibt es auch für das „Abenteuerfeeling“ Pfade, die sehr naturbelassen sind. Wo es wenig Frequenz an Besuchern hat, da ist es auch völlig in Ordnung. Aber in Costa Rica dreht sich zunächst und primär alles darum, diesen Tropischen Regenwald zu erhalten und zu schützen. Ja sogar auszuweiten. Denn mit den Einnahmen aus dem Tourismus werden Flächen gekauft und aus Weideland wird wieder Wald. Das Zauberwort der Zeit ist hier „Biologischer Korridor“. Bestehende Waldgebiete und Schutzzonen werden systematisch wieder vernetzt und so für Wanderungen von Tier und Pflanze wieder offen gestaltet. 

  

Costa Rica hat rund 27 % seiner Landesfläche geschützt. Tendenz steigend. Die Waldfläche insgesamt liegt noch anteilig darüber. Und es ist hochwertiger Wald, kein Wirtschafts-Forstwald wie bei uns, sondern zum größten Teil eben Primärwald. Also Wald, welcher seit mehr als 100 Jahren nicht beeinflusst worden ist. 

Es sind Landschaften, die völlig frei sind von sichtbaren menschlichen Einflüssen. Versuchen sie mal, das in ihrer Gegend in der sie leben zu finden. Fast unmöglich!

Warum bietet also Costa Rica so gute Rahmenbedingungen für den Besuch des Tropischen Regenwaldes?

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Korallenbaum 

 

Es ist nicht nur der Wald und die Wege an sich. Sondern auch das unbeschwerte Reisen im Land: Die Straßen sind gut und sicher. Die Autos tüv-geprüft. Die Fahrer geschult. Der Verkehr nicht gestresst oder so hektisch wie bei uns in Mitteleuropa.

Es hat eine Vielzahl an guten Unterkünften, welche oft sehr auf Naturfreunde oder Ornithologen spezialisiert sind. Oft abseits am Rande von Naturgebieten liegen, nur wenige Zimmer bewirtschaften und in Sachen Nachhaltigkeit unerwarteten hohen Standard leben. Geschulte heimische Führer unterstützen Regenwaldtouristen beim Entdecken. Jedes Hotel bietet viele Familien ein adäquates Einkommen und der Schutz der Natur, des Waldes, der Landschaft wird so auch in die Bevölkerung immer mehr akzeptiert und praktiziert. In den Nachbarländern Costa Ricas werden Schlangen noch wie selbstverständlich erschlagen und der Abfall hinter dem Haus verbrannt. 

Durchweg haben die Hotels und Lodges in Costa Rica einen Standard wie Mittelklassehäuser in Zentraleuropa. Sauberkeit und Hygiene wird überall sehr groß geschrieben. Jede Küche, selbst in einfachen einheimischen Restaurants, wird streng von den Behörden geprüft. Das Leitungswasser ist in der Regel trinkbar, Eis und Salat kann im Gegensatz zu vielen anderen tropischen Ländern genossen werden. 

 

Das Gesundheitssystem ist hervorragend und ich selbst hätte keinerlei Bedenken mich dort in ärztliche Obhut zu begeben. Für das zahlende Publikum steht alles das zur Verfügung, was man auch in der Heimat erwartet. 

Sie hatten ein Entwicklungsland erwartet? Fehlanzeige! Costa Rica kann sich durchaus mit einigen unserer europäischen Nachbarn messen lassen, z B Portugal, Griechenland oder Kroatien. Das zeigen auch die Preise von touristischen Leistungen und der Lebenshaltung im Land. Kein Billigreiseziel á la Thailand. 

Bestimmt ist eine Reise in den Tropischen Regenwald ein Luxus. Ein „Once in a Lifetime – Erlebnis“ auf Neudeutsch. Luxus heißt für mich dort aber nicht ein Vielsternehotel zu bewohnen mit 24-stündig besetzter Rezeption und Zimmerservice. Luxus ist es schon an sich, den Tropischen Regenwald zu besuchen. Einen guten Guide zur Verfügung zu haben, sicher zu logieren dabei gutes gesundes Essen genießen zu können.

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Bergregenwald  

Costa Rica ist somit ein Reiseziel für ruhige Genießer der Natur. Fans von Action-Sportarten, Strand-Chilling oder Beachpartys sollten woanders „urlauben“. Ja, Costa Rica ist kein Urlaubsland, sondern ein Reiseland. 

 

Tropischer Regenwald erleben ist auch keine Frage des Alters. Auf unseren auch privaten Führungen haben wir regelmäßig Gäste im betagten Alter. Eine normale Fitness ist völlig ausreichen. Da Klima ist doch weniger belastend, als oft angenommen. Rekordtemperaturen, wie in Südeuropa im Sommer, treten hier nicht auf. Auf unseren Rundreisen geht’s oft an die luftige Küste oder in die milderen mittleren Höhenlagen in den Bergregenwald oder auch in den lufttrockenen Trockenwald. Aufenthalte bei größerer Schwüle wechseln immer mit Tagen in sehr angenehmen Klima. Mit Recht gibt es in dem kleinen Land auch die Kleinstadt, die als der Ort mit dem angenehmsten Klima der Welt gilt,  Atenas im westlichen Zentraltal. 

Der Autor

Stephan Martens

Die Natur ist meine Leidenschaft. Und mein Traumberuf seit rund 20 Jahren Reiseleiter: Genauer gesagt bin ich Naturreiseleiter und leite auch Ornithologische Touren. Ökologische Zusammenhänge und die anthropogenen Auswirkungen finde ich spannend. Mit Gästen Naturbegeisterung teilen, das gefällt mir.

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Mit Stephan in die Natur Costa Ricas Reisen!

Ich führe Sie gerne durch die schönsten und spannensten Lebensräume Costa Ricas. Auf Gruppenreisen mit nur 4 - 6 Teilnehmern erschließen wir uns gemeinsam das Land. Für alle diejenigen, die das Steuer gern selbst in die Hand nehmen, schneidere ich auch individuelle Selbstfahrertouren oder Individualreisen. Besondere und naturnahe Unterkünfte, intensives Naturerlebnis und gutes Essen liegen mir dabei am Herzen. Nachhaltigkeit, so ehrlich wie es eben auf Reisen geht, ist mir wichtig.

Ich freue mich über das Interesse und gerne beantworte ich auch Fragen zu dem Thema Natur und Reisen in Mittelamerika. Über unser Reiseangebot informiere ich Sie gerne auch telefonisch!

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Wasserfall am Rio Celeste  

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 Ihr Spezialist für Costa Rica und Spanien
sowie besondere Naturregionen.