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Das Valle de Anton in Panama

"Im ewigen Frühling"
05. Januar 2023

Mittelamerika

Panama

Das Valle de Anton in Panama

„Naturschönheiten im Vulkankrater“

In diesen speziellen Tagen sind wir wieder hier. Im schönsten Krater der Welt. Es ist gerade Weihnachts-Pause zwischen unseren Costa Rica Reiseleitungen und so verweilen wir hier sehr gerne bei schöner Natur, vielen Birds und gemäßigten Temperaturen.

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Das nördliche Valle de Anton mit Blick nach Westen  
Hier auf rund 700 Meter über dem Pazifik ist es das ganze Jahr über angenehm: Oft weht eine frische Brise, ein heiterer Himmel mit langen Sonnenphasen und ab und zu leichten Schauern sorgen für Tagestemperaturen von maximal 30 Grad. Zumeist darunter. In den Nächten kühlt es ab auf deutlich unter 20 Grad. So braucht man keine Klimaanlage. Nimmt man an ganz sonnigen Tagen selbst die 30 Grad, so sind auch dann alle Aktivitäten uneingeschränkt möglich. Bäume, die guten Schatten spenden, Waldwege, welche leichte Spaziergänge ermöglichen, höherliegende Trails mit dann (noch) niedrigeren Graden und kühle Flüsse und Bäche machen auch zur Mittagszeit alle Ausflüge angenehm. 

Das Klima hier ist also mit vollem Recht als Ewiger Frühling und als paradiesisch zu bezeichnen.

Es gibt nicht viele Orte auf der Erde, wo ich sagen würde, hier möchte ich bleiben; aber das Valle de Anton in Panama ist auf jeden Fall einer davon. 

Im ewigen Frühling

 

Auch in den Dingen, die der Mensch so ganz gerne hat, kann das Vulkantal alles bieten.

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Lazettschwanz-Pipra 
Von der Panamerikaner und Panama Stadt aus führen mehrere gute Straßen hierher. So kann man vom Flughafen Tocumen PTY aus in knapp drei Stunden hier ankommen. Ein normaler PKW genügt, denn die Carreteras sind in relativ gutem Zustand. Klar, hier und dort Schlaglöcher, schmale Stellen, keine Banketten, fehlende Gullydeckel, aber (tagsüber) gut fahrbar. 

Wenige Tausend Einwohner leben hier in dem größten bewohnten Vulkankrater der Erde. Rund 20 Kilometer misst er in der Länge. Valle de Anton ist eigentlich das Tal, aber auch die Stadt wird als solche bezeichnet. Ein richtiges Zentrum ist nicht erkennbar. Schachbrettartig sind die Straßen um sehr großzügige Grundstücke angeordnet. Es wirkt alles parkartig. Aus der Vogelperspektive mutet es an wie ein lichter Wald. Es gibt einen großen Anteil an reichen Vierteln, mit Villen auf endlos großen Stücken Land, die teilweise wie Botanische Gärten wirken. Trotzdem ist nichts intensiv abgesperrt oder verriegelt, wie so oft in amerikanischen Ländern. Es gibt keine übertrieben hohen Zäune, meist sind die Grundstücke und Villen gut einsehbar. Und damit auch die Vögel!

Zwischen den einzelnen Anwesen und Grundstücken sind immer wieder brachliegende Flächen, einfachere Häuschen und, was ganz entscheidend ist für das Birdwatching, kleine nicht oder nur wenig befahrene öffentliche Wege.

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Auf dem Talboden murmeln überall klare Bäche 

Aber was der Mensch ja auch noch so braucht ist eine Futterstelle: Viele der Hotels und Pensionen bieten eigene Restaurants. Aber auch auf der Dorfhauptstraße gibt es Food-Etablissements jeder Couleur. Von Italienisch, Panamaisch, Chinesisch, Amerikanisch und bis Peruanisch ist alles vertreten. Mehrere Supermärkte, ein Markt für Souvenirs und Obst, sowie mehrere „Fressbuden“ runden die Möglichkeiten zur Nahrungssuche ab. 

 

Sehenswürdigkeiten im Valle de Anton

 

Touristisch bietet das Tal, das Dorf einige Dinge, die der europäische Naturtourist kritisch sieht. Ich möchte sie aber dennoch hier aufführen. 

Der Schmetterlingsgarten ist noch vielleicht ein netter Anlaufpunkt, wenn man nicht schon an anderen Orten der Welt professionelle Vergleichsgärten gesehen hat. Im Rahmen einer Führung kann man ihn besichtigen.

El Nispero ist ein Botanischer Garten und Zoo. Aber die Tiere hinter Gittern sind eher bedauernswert schlecht untergebracht. 

Das Serpentario besteht angeblich zum Schutz, zur Erhaltung und zur Rettung von verletzten Tieren. Die Tiere, u a ein Nasenbär, zwei Äffchen, Kaimane, Schildröten und natürlich auch die Schlangen stecken in üblen Unterbringungen und sind von schlechter Konstitution.

So sehe ich auch das Centro de Orquideas. Ebenfalls angeblich zum Erhalt von seltenen Orchideen, aber wohl eher rein kommerziell. Orchideen und Schlangen sind eben nur in intakter Natur zu schützen, nicht im Zoo oder Garten.

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Die Goldbraue im Valle de Anton 

Dann, für Freunde eines kühlen oder warmen Bades, gibt es zwei Thermalbäder. Wenn es viele einheimische Besucher hat, somit an den Wochenenden oder Festtagen, ist es dort besonders kurzweilig. Mehr Ruhe hat es in der Woche und dann kann man, im warmen Wasser liegend, die Vögel über sich in den Bäumen studieren. 

Ergänzend, für die Freunde des Reitsports und Rummelplätze: Es gibt Reitangebote und Canopytouren, also Drahtseile im Wald, an denen man heruntersausen kann. 

Aber ich denke, der Naturreisende und Vogelfan ist hier zum Beobachten. Das geht im Tal und Dorf von eben allen diesen wegen zwischen den Grundstücken sehr gut. Darüber hinaus sollte man sich in der Touristeninformation oder der Hotelrezeption erkundigen, welcher der zahlreichen Wanderwege in der Umgebung gerade gehbar ist. Im Internet ist dazu so einiges zu finden. Trotz Kartenmaterial und Googlemaps sind die Einstiege der Wanderwege nicht überall gut zu sehen oder ausgeschildert. Lokale Guides lassen gerne mal die Schilder verschwinden und die Gemeinde macht ohnehin fast nicht. Ausgeschilderte Wanderwege, nach dem Vorbild Europas, sind eher absolute Seltenheit und so muss man sich entweder das Finden erkämpfen oder einen Führer nehmen.

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Sonnenuntergang vom Balkon des "The Golden Frog Inn" 

Ein wenig Entdeckergeist und Nachfragen gehört dazu. Völlig unsinnig wäre hier eine Beschreibung der Wege oder Einstiege, zu dynamisch ist die Situation. 

Nur eine ganz kurze Nennung der Wege, die wir schließlich gefunden haben und dann auch „abgewandert“ sind:

 

  • India Dormida,
  • Arboles Cuadrados (beim Hotel Campestre),
  • Chorro las Mozas
  • kleine Weg (Camino pastores) hinter dem Hotel Golden Frog Inn. 

 

Empfehlenswerte Hotels im Valle de Anton

 

Zuletzt möchte ich für das Logieren noch Empfehlungen abgeben. Ok, auch hier ist die Lage immer dynamisch. Fragen sie also gerne nach. Denn wir sind regelmäßig im Land unterwegs. Somit hier unsere kurzen Tipps für Hotels, die Naturfreunden gefallen könnten:

  1. The Golden Frog: Gute Mittelklasse, gutes Restaurant, großer Garten. Am Nordostrand des Tales. Gepflegt und gut organisiert. Hinter dem Haus kann man schon loslaufen und Vögel entdecken. Ein kleiner Trail führt auch einen Grashügel hinauf. 

  2. Hotel Campestre: Mittelklasse, etwas in die Jahre gekommen. Mit Restaurant und am Nordrand des Dorfs. Dafür sehr großes Grundstück, parkartig. Mit dem Wanderweg zu den Arboles Cuadrados und einem Teich.
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    Choliba-Eulen im Hotelgarten: Valle de Anton 


  3. Canopy-Lodge: Für Birdwatcher. Die sehr professionelle und komfortable Unterkunft am Nordwestrand des Tales. Mit All-Inklusive Vogelbeobachtung und Guides.

  4. Los Mandarinos Boutique und Spa Hotel: 4-Sterne-Level. Mit gepflegtem großen Garten und gutem Restaurant. Das Gebäude erinnert etwas an Frankreich, Bretagne oder Loire? Aber was der Architekt sich dabei gedacht hat? Von hier aus in das Dorfzentrum zu Fuß gut zu erreichen. 

Der Autor

Stephan Martens

Die Natur ist meine Leidenschaft. Und mein Traumberuf seit rund 20 Jahren Reiseleiter: Genauer gesagt bin ich Naturreiseleiter und leite auch Ornithologische Touren. Ökologische Zusammenhänge und die anthropogenen Auswirkungen finde ich spannend. Mit Gästen Naturbegeisterung teilen, das gefällt mir.

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