Reisetipps / Costa Rica

Das sind die besten Bootstouren in Costa Rica: Wildlife ganz nah!

"Mit den Naturexperten über die schönsten Flüsse & durch die wildesten Mangroven"
28. Juli 2021

Mittelamerika

Costa Rica

Das sind Costa Ricas beste Bootstouren!

Nichts erschließt den Lebensraum Tieflandregenwald und Mangrovengebiete in Costa Rica besser, als eine Tour mit dem Boot. Leise gleitet man vorbei an Spitzkrokodilen, Totenkopfäffchen und hellroten Aras, die sich unbeirrt beobachten und fotografieren lassen.

affe-totenkopfcutaruempler_.jpghttps://die-naturreise.de/sites/default/files/pictures/lib1/affe-totenkopfcutaruempler_.jpgU.R.U.R.
Rotrücken-Totenkopfäffchen 

 

Viele Anbieter locken auf kleinen Flüsschen, in Mündungszonen und auf Stömen mit gut konzipierten und tierschonenden Wildlife-Touren. 

Aber welche Anbieter haben das „Auge für die Natur“ und begleiten Ihre Gäste mit gutem Fachwissen durch die Flusswunderwelten?

Welche Bootstouren wir Ihnen als Naturreiseveranstalter empfehlen, um einen maximal abwechslungsreichen Eindruck der Flora und Fauna zu erhalten und dabei tolle Fotos machen zu können, lesen Sie jetzt. 

 

Die Übersicht der erlebnisreichsten Bootstouren

Besonders gut geeignete Bootstouren für Naturfreunde, Ornithologen und Fotografen in Costa Rica sind: 

 

  • Rio Frio im Sumpfland des Cano Negro mit Andrea
  • Rio San Carlos karibisch beeinflusster Tieflandregenwald in Boca Tapada mit Hugo 
  • Rio Sierpe (Lebensraum des Corcovado Nationalparks) mit Kokopelli (Claudia)

 

Bootstour auf dem Rio Frio im Cano Negro 

Lage:

Im Norden an der Grenze zu Nicaragua nahe dem Dorf Los Chiles. Genauer im der Minisiedlung Cano Negro bzw. von der Unterkunft "Campo de Cano Negro" aus.

DinaDina
Mit den Fotografen über den Rio Frio 

Beste Zeit:

Immer ein wenig vom Wasserstand der Lagune und des Rios abhängig und somit vom Witterungsgeschehen der letzten Wochen. Zumeist sind die Wasserstände im Dezember bis Februar gut, um überall zu fahren und auch den Tieren recht nahe zu kommen. Steht das Wasser sehr hoch, dann verteilen sich die Vögel und Kaimane auch in den überfluteten Wiesen und Wäldern. Herrscht Niedrigwasser, was so im März bis Mai vorkommt, dann sind schon Mal einzelne Bereiche und Lagunen nicht fahrbar. Dafür kann in den fahrbaren Bereichen die Tierkonzentration dann gerade „unnatürlich“ hoch sein. 

Vegetation:

Tieflandregenwald, Überschwemmungsregenwald, Galeriewald, tropische Wiesen und Weiden mit Viehhaltung, Ananas und Maniokplantagen im Umfeld

 

Rotbrustfischer 

Die Bootstour bietet einen hervorragenden Einblick in die Wasser-Vogelwelt. Kingfisher- Arten jagen über die Wasseroberfläche, viele Reiherarten (u a Speerreiher) und Ibisse aus bester Perspektive und wasserliebende Reptilien wie Basilisken, Kaimane, Schildkröten und Grüne Leguane in Mengen. Je nach Ausführung und Route können die Touren an verschiedenen Stellen von Landgängen auf perfekt und neu angelegten Steganlagen oder Aussichtstürmen belebt werden. Es lohnt sehr, nicht nur für die Bootstour alleine anzureisen, sondern zumindest 2-3 Nächte im Campo Cano Negro einzubauen. Bester Guide ist der Chef der Lodge selbst, Andrea.

 

Bootstour auf dem Rio San Carlos bei Boca Tapada mit Hugo

Lage:

Nördlich von Pital  in der karibischen Tiefebene beim Ort Boca Tapada. Einstiegspunkt ist das Gelände der Pedacito de Cielo Lodge. Eine alternative Bootstour startet auch von der nahegelegenen Maquenque-Lodge aus.

krokodil3_martinkersting.jpghttps://die-naturreise.de/sites/default/files/pictures/lib1/krokodil3_martinkersting.jpgMartin KerstingMartin Kersting
Spitzkrokodil 

Beste Zeit:

Nicht unbedingt nach sehr starken Regenfällen. Aber sonst das ganz Jahr über. Niedrigere Wasserstände im Januar bis Mai lassen Sandbänke freiliegen und zuweilen die Konzentration der Tiere größer werden. 

Vegetation:

Galeriewald am Fluß, Wiesen und Weiden mit Rindern am Fluss, Maniok und Ananasplantagen im Umland, Tieflandregenwald im Umland

 

Diese Tour auf dem mittelgroßen Fluss Rio San Carlos bis zum Rio San Juan ist landschaftlich wie „tiertechnisch“ sehr reizvoll. Nicht alle Vögel sind aus nächster Nähe zu sehen, aber dafür sind auch Baumriesen wie Kapokbaum (Ceiba) aus beeindruckender Perspektive zu erleben. Große Spitzkrokodile und, für geübte Beobachter, auch Greife wie Fledermausfalken oder Königsgeier dürfen erwartet werden. Ebenso Kahnschnabel und Basilisken. An der Grenze zu Nicaragua wird in der Regel eine Pause eingelegt und es folgt ein kurzer Landgang im letzten Dorf Costas „Boca San Carlos“. Insgesamt eine gute Halbtagestour. Am besten verbringen sie dazu, und auch für weitere Erlebnisse im Tieflandregenwald, einige Tage in den o a Lodges.  Bester Bootsführer ist unser Freund Hugo von der Pedacito de Cielo Lodge!

 

Bootstour auf dem Rio Sierpe im Süden der Pazifikküste

Lage:

Auf der Osa-Halbinsel im Süden Costa Ricas. Rund 18 Straßenkilometer entfernt vom Ort Palmar Sur findet sich das „Nest“ Sierpe am Sierpe Rio.

ibisweier_biancahahn.jpghttps://die-naturreise.de/sites/default/files/pictures/lib1/ibisweier_biancahahn.jpgBiancaHahnBiancaHahn
Weißer Ibis 

Beste Zeit:

Es handelt sich um ein Mangrovengebiet und daher sind die Wasserstände das ganze Jahr gut geeignet zur Befahrung des Revieres. Das wenigste Wasser „von oben“ ist in den Monaten Dezember bis März zu erwarten.

Vegetation:

Tieflandregenwald, Mangrovenwald, Galeriewald und Ölpalmenplantagenland, Siedlungslebensraum Dorfrand mit Kulturpflanzen

 

Die Bootstour auf dem Rio Sierpe ist gut von der Finca Bavaria in Uvita aus zu machen. Die Anreise beträgt weniger als eine Stunde und in Uvita (an den Hängen rund 100 -200 Meter über dem Meer) ist es weniger stickig, als auf der Osa-Halbinsel selbst. Vereinbaren sie per Mail oder telefonisch einen möglichst frühen Ablegezeitpunkt (9-10 Uhr) von Sierpe aus bei Kokopelli. Claudia spricht deutsch. Sie können die Tour in Gruppe anfragen oder individuell. Die Tour führt i. d. R. zunächst in einen flussähnlichen Bewässerungskanal hinauf, der von Galeriewäldern und Riesenbambus gesäumt wird. Alle wenigen Meter gibt es neue Sichtungen: Hellrote Aras, Totenkopfäffchen, Spitzkrokodile, Cayennerallen, Bronzekiebitze oder Mangrovenreiher. Anschließend geht es wieder am Anleger vorbei und den größeren Rio Sierpe noch einige Kilometer hinunter. Hier bestaunen sie Mangroven in allen Ausführungen und Wurzelausbildungen. Eine fantastische Flusslandschaft im Lebensraum des Corcovado Nationalparks.

faultier-dreifingercutaruempler.jpghttps://die-naturreise.de/sites/default/files/pictures/lib1/faultier-dreifingercutaruempler.jpgUta RümplerUta Rümpler
Dreifingerfaultier 

 

Weitere Bootstouren in Costa Rica in aller Kürze:
  • Vom Bootsanleger (span: Muelle) des Dorfes Puerto Viejo de Sarapiqui starten regelmäßig Touren auf dem Mittelgroßen Flüssen Rio Sarapiqui und Rio Puerto Viejo. 
  • Im Golfo Dulce ganz im Süden Costa Ricas starten ab Golfito am Hafen mehrere Anbieter zu diversen Touren in diesem Brackwasser- und Mangrovenlebensraum. 
  • Auf der Nicoya-Halbinsel bei Nosara gibt es ab der luxuriösen Lagarta-Lodge Elektrobootstouren den kleinen Fluss hinauf. 
  • Am Rio Tempisque bei Puerto Humo, ebenfalls auf der Nicoya-Halbinsel, gibt es mehrere lokale Anbieter für Vogelbeobachtungstouren im Bereich des Nationalparks Palo Verde. 
  • Im Nationalpark Tortuguero starten im Rahmen von (notwendigen) Mehrtagesaufenthalten touristische Bootstouren durch die natürlichen Kanäle und Lagunen des Parks.
  • Meerestouren zu Walen, Delfinen oder zum Schnorcheln gibt es ab Cahuita und Puerto Viejo an der Karibikküste oder von Uvita, Drake, Quepos, Samara oder La Cruz an der Pazifikseite. 

Die Autoren

Sabrina Martens

Seit meiner Kindheit leitet mich die Freude und das Interesse an der Natur. Mein Entdeckergeist führte mich in verschiedene Länder. Dort entwickelte sich aus dem naturkundlichen Interesse und der Leidenschaft für Vogelbeobachtung die berufliche Reiseleitung & Reiseausarbeitung für Naturfreunde. 

mehr von Sabrina Martens anzeigen ...
Stephan Martens

Die Natur ist meine Leidenschaft. Und mein Traumberuf seit rund 20 Jahren Reiseleiter: Genauer gesagt bin ich Naturreiseleiter und leite auch Ornithologische Touren. Ökologische Zusammenhänge und die anthropogenen Auswirkungen finde ich spannend. Mit Gästen Naturbegeisterung teilen, das gefällt mir.

mehr von Stephan Martens anzeigen ...

Mit DieNaturreise in die Natur Costa Ricas reisen!

Wir sind ein Naturreiseveranstalter, der sich stark auf Costa Rica spezialisiert hat. Seit über 20 Jahren verbringen wir jeden Winter in dem Land und leiten selbst Kleingruppenreisen mit maximal 4- 6 Teilnehmern. Auf eine abwechslungsreiche Routenführung, naturnahe Unterbringungen und ein intensives Naturerlebnis legen wir Wert. 

Auf unseren Reisen erschließen wir uns die Lebensräume durch kleine Safaris, Wanderungen & Bootstouren. 

Für Individualkunden erstellen wir gerne Mietwagenreisen oder Reisen mit privaten Transfers.  

Wir freuen uns über Ihr Interesse und stehen gerne für Fragen zu den Bootstouren oder unseren Reisen zur Verfügung.

K. & C. HornungK. & C. Hornung
Der Kahnschnabel am Rio Sierpe 

Weiterführende Information

Interessante Naturreisen

Große Costa Rica Naturreise

Seit über 20 Jahren bewährt und mit den Reiseleitern Sabrina und Stephan Martens. Diese Reise mit nur 4-6 Personen bietet das komplette Bild von Costa Rica und besucht alle relevanten Lebensräume. Tiere sind ein Schwerpunkt, aber auch Botanik, Landwirtschaft und Ökologie kommen nicht zu kurz. Auf leichten Wanderungen und Ausflügen haben sie viel Zeit für Beobachtungen und Fotos. In sehr kleiner, fast privater Gruppe, entdecken Sie die Kultur und Küche der Ticos.  

Kleine Costa Rica Naturreise

15 Tage in kleiner, fast privater Gruppe von 4-6 Personen. Mit zwei deutschen, naturkundigen Reiseleitern. Eine seit über 20 Jahren bewährte und siche Route speziell zur Natur- und Tierbeobachtung. Weitere Schwerpunkte sind die Ökologie und Landwirtschaft. Gehen sie mit auf Entdeckungsreise durch die Schweiz Mittelamerikas und wohnen sie in ausgesuchten Naturlodges. 

Ornithologische Costa Rica Rundreise

Unsere Ornithologische Rundreise durch Costa Rica. Mit Reiseleiter Stephan und Sabrina Martens. Beobachten, verstehen und genießen ist das Motto der Reise. Sie besuchen alle relevanten Lebensräume und nehmen sich Zeit zum Beobachten und Fotografieren. Auf rund 250 Arten dürfen sie sich freuen. Ein Artenzählen oder Rekordversuche sind nicht geplant, denn es soll auch die Zeit für Beobachtung bleiben. 

 Ihr Spezialist für Costa Rica und Spanien
sowie besondere Naturregionen.