Reisetipps / Costa Rica

Die Nicoya Halbinsel in Costa Rica

"Baden und Naturerlebnis"
21. Mai 2021

Mittelamerika

Costa Rica

Mehr als nur Baden in Costa Rica

Endlose Sandstrände, wilde und malerische felsige Abschnitte wechseln sich ab mit Naturparks und gemütlichen Beachfront Badedörfchen. Die Nicoya-Halbinsel in Costa Rica ist bekannt für ihren ganz eigenen Charakter. Sie zieht nicht nur Surfer und Badetouristen in den sonnigen Nordwesten des Landes, auch für den Naturfreund hält der Trockenwald der Halbinsel besondere Ausflüge und Erlebnisse bereit. 

 

Sich ganz einfach zentral unterzubringen und die Region dann mit Tagesausflügen zu erkunden, damit ist es dann aber doch nicht getan. Warum man sich genau überlegen sollte, welcher Teil der Insel bereist werden will und was jede Region bietet, das erfahrt Ihr hier in unserem Bericht.

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Sandstrand und warmes Wasser 

Die Einteilung der Nicoya Halbinsel

Vorab und ganz wichtig: Es gibt keine guten Verbindungen an der Küste entlang. 

Das bedeutet, mit begrenzterer Reisezeit sollte man sich für eine Region auf der Halbinsel entscheiden, denn um vom Süden in den Norden zu reisen, muss man immer durch das Herz der Halbinsel fahren. Wir teilen die Halbinsel für Sie nach Anfahrt und Aktionsradius ein. 

 

Eine sinnvolle Einteilung wäre: 
 
• Der Norden der Halbinsel: Playas del Coco – Brasilito mit der Playa Conchal – Tamarindo mit der Playa Grande

• Die südwestliche Region um Samara und Nosara

• Der Süden der Insel mit Santa Teresa, Montezuma und Tambor

 

Beste Reisezeit für die Nicoya-Halbinsel?

Immer, denn die Halbinsel ist die „trockenste Region des Regenwaldklimas“ in Costa Rica. Hört sich widersprüchlich an, wie "Regen ohne Regen". Besonders gut und sonnenreich ist der Reisezeitraum Dezember bis April. Gegen Ende April wird es schon mal etwas heißer auf der Halbinsel. In den übrigen Monaten des Jahres ist das Wetter zumeist heiter. Mal ein Schauer, mal Wolken, mal Sonne. Sicher auch mal Tage, wo die Sonnen nur wenig zu sehen ist. Selten Dauerregen. Für Aktivitäten auf dem Land, in den Nationalparks einfach ideal. Am besten stylst du deine Tage nicht komplett durch, sondern entscheidest je nach Wetterkondition.

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Die Nicoya aus dem Ultraleichtflieger 

Vegetation, Flora und Fauna der Insel

Die Nicoya-Halbinsel ist Trockenwaldregion. Üppige und originale Regenwälder findet man eher nicht. Am südlichsten Zipfel der Insel findet sich ein streifen Saisonregenwald, der bei Anfahrt über die Fähre prächtig grün erscheint. Jedoch dominiert auf dem Rest der Insel der Trockenwald. Blühende Trompetenbäume und Flammenbäume leben neben Agaven und Ohrenfruchtbäumen (Guanacastebaum). Eine spezielle und spannende Vegetation! 

 

Tierische Bewohner sind neben den unzähligen Schildkröten, die die Nicoya-Halbinsel für die Eiablage nuten, die vielen schwarzen Leguane, Spitzkrokodile, Nasenbären, Gürteltiere und Brüllaffen. Die Vogelwelt wartet mit vielen Arten auf, die sich an den Lebensraum Trockenwald und Savannenlandschaften angepasst haben. Zum Beispiel findet der Ornithologe nur hier den Schwarzkopftrogon, den Brauenmotmot, den Hoffmannsspecht, den Elfenbeinsittich, die Weißstirnamazone oder die Stahlgrüne Amazilie (eine Kolibriart). 

Der Norden:  

Die von uns als „Der Norden“ eingeteilte Region beherbergt interessante Strände und Örtchen: 

Playas del Coco, Playa Flamingo, Brasilito mit der Playa Conchal, Playa Grande, Tamarindo 

 

In diesen Orten stehen der Badetourismus incl. Tauchen und die Fun-Sportarten wie Surfen, Kiten und Angeln im Vordergrund. Gut erschlossen gibt sich die Gegend und so finden sich hier auch große Resorts für den Strandurlauber. 

Die Nähe zum Flughafen von Liberia, der hauptsächlich von amerikanischen Fluglinien genutzt wird, macht die Anfahrt für einen kurzen Badeaufenthalt attraktiv. 

Hier hat sich somit ein Badeurlaub-Tourismus etabliert, der einen Strandaufenthalt eben angenehm macht. Ein Badetourismus, der dem auf den Kanarischen Inseln oder der Dom-rep vielleicht nahekommt. 

Für Surfer ist noch das Dörfchen Tamarindo speziell herauszustellen.

Frisch geschlüpft ! 

 

Für uns Naturfreunde empfehlen wir das Dörfchen Brasilito als zentrale Unterbringung. Das Dorf ist recht ruhig und authentisch, der Strand ist endlos lang und gut zum Baden. Außerdem ist die Lage zentral und somit sind von hier aus folgende Ausflüge zu empfehlen:

 

Aktivitäten für uns Naturfreunde

  • Die Playa Conchal mit der Schildkrötenbeoachtung
  • Die Höhlen des Barra Honda Nationalparkes und sein Trockenwald mit Wanderwegen
  • Der Vulkan Tenorio Nationalpark mit dem blauen Rio Celeste
  • Der Rincon de la Vieja Nationalpark mit seinen vulkanischen Aktivitäten im Bergregenwald
  • Eine Bootstour auf dem Rio Tempisque ab Puerto Humo mit Besuch des Palo Verde Nationalpark
  • Die Safaritouren von der Rancho Humo Estancia aus

  

Anreise: 

Den Norden erreicht man am besten von Liberia aus über die Ruta 21. 

Der Süden

Santa Teresa, Montezuma und Tambor

 

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Abendstimmung in der Lagarta Lodge  

Eine feuchtere Region mit Saisonregenwald. Er zieht sich entlang der Südküste und weist aber dennoch eine gewisse Trockenzeit von drei Monaten auf. Im Gegensatz zum Trockenwald ist er aber auch ganzjährig grün. Die Dörfchen sind nur über zum Teil schlechte Schotterpisten erreichbar und so ist der Aktionsradius der Tagesausflüge doch begrenzt. Der „Massentourismus“ ist hier nur von Weihnachten bis Ostern spürbar. Sonst wirkt die Region sehr beschaulich und ruhig. Bettenburgen gibt es nicht und auch keinen Pauschaltourismus. Dennoch bieten sich auch hier für Nachtschwärmer, Wassersportler und Surfer auch gute Gelegenheiten.  

Aktivitäten für uns Naturfreunde 

  • Die Bioluminiszenz-Bootstour bei Nacht vom Refugio Curu aus
  • Wanderungen im Refugio Curu selbst
  • Bootstouren an der Küste und in der Mündung des Rio Tempisque
  • Das Reservat Cabo Blanco mit seinen Hellroten Aras und vielen Affen

 

Anreise

Über Puntarenas mit der Fähre oder über die Brücke La Amistadt de Taiwan weiter im Norden. Die Fähre verkehrt mehrmals am Tage, nimmt auch Autos mit und die Überfahrt dauert ca. 1,5 Stunden. Wunderschön, mit lauter Musik und kühlem Imperial auf dem Oberdeck. Keine Reservierungen, keine Tickets vorab: In die Schlange stellen, Ticket vor Ort kaufen und warten was passiert. Wenn nicht gerade Wochenende, Weihnachten und Ostern auf einen Tag fällt, dann kommt man am selben Tag immer über den Teich. Und man steht beim Warten immer in der Nähe eines Büdchens am Ufer – es gibt Schlimmeres. 

Der Südwesten

Samara und Nosara 

 

Typischer Trockenwald prägt diese Region.

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Strände der Nicoya Insel 
Unterbrochen von extensivem Weideland. In der Trockenzeit staubig, da es fast nur Pisten gibt. Es gibt in Samara und Nosara einen noch angenehmen Strandtourismus. Mit Wassersportmöglichkeiten wie Bootstouren, Tauchen oder Kanu. Auch Wellenreiten für Anfänger ist hier möglich. Große Hotels und Resorts, Bettenburgen Fehlanzeige. Aber dafür kleine Lodges, zum Teil direkt an der Beach. Einheimische Restaurants bieten authentische Gerichte und Cocktails, sie mit den Füßen im Sand und dem Blick auf den Pazifik. Traumhafte Sonnenuntergänge.  

Aktivitäten für uns Naturfreunde

  • Der Nationalpark Barra Honda mit seinen Höhlen und Karstgebirge
  • Die Schildkrötenstrände um Ostional nördlich von Nosara
  • Das private Schutzgebiet des Hotels Lagarta Lodge in Nosara (Wanderwege und Bootstouren)
  • Das Schildkrötenprojekt in der Playa Buenavista 1. Bucht nordwestlich von Samara
  • Der weiße Strand von Playa Barrigona 2. Bucht nordwestlichlich von Samara 

 

Anreise

Zum einen mit der Fähre und Schuss Abenteuer wie oben beschrieben. Zum anderen über die Brücke ebenfalls wie oben erwähnt. Dann über gute Asphaltstraßen über die Halbinselhauptstadt Nicoya bis nach Samara. Zeitliche Orientierung: Von San Jose aus rund 5 Stunden Fahrt. 

Die Autoren

Sabrina Martens

Seit meiner Kindheit leitet mich die Freude und das Interesse an der Natur. Mein Entdeckergeist führte mich in verschiedene Länder. Dort entwickelte sich aus dem naturkundlichen Interesse und der Leidenschaft für Vogelbeobachtung die berufliche Reiseleitung & Reiseausarbeitung für Naturfreunde. 

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Stephan Martens

Die Natur ist meine Leidenschaft. Und mein Traumberuf seit rund 20 Jahren Reiseleiter: Genauer gesagt bin ich Naturreiseleiter und leite auch Ornithologische Touren. Ökologische Zusammenhänge und die anthropogenen Auswirkungen finde ich spannend. Mit Gästen Naturbegeisterung teilen, das gefällt mir.

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Gerne verlängern unsere Kunden eine Rundreise in Costa Rica mit einigen Tagen Badeaufenthalt an den wunderschönen Playas der Nicoya-Halbinsel. Mit unserer Hilfe finden Sie sicher einen tollen Ort zum Entspannen und Abschalten. Wenn es dabei noch etwas Naturerlebnis sein darf, sind wir sicher Ihr Veranstalter!

Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Bericht!

Reiseleiter Stephan mit Uschi: Playa Soley 

Weiterführende Information

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 Ihr Spezialist für Costa Rica und Spanien
sowie besondere Naturregionen.