Reisetipps / Spanien

Dombes und seine Teiche

"Natur in Frankreich"
25. Juni 2020

Europa

Spanien

Dombes in Frankreich

Unweit der Route de Soleil, wenige Kilometer nördlich von Lyon, gibt es ein wirklich sehr schönes Fleckchen kleinräumiger Kulturlandschaft. Bestehend aus 1001 Teichen, leichtem Hügelland, hier und da von Wäldern unterbrochen, kleinen Feldern mit Sonnenblumen und Getreide und Wiesen mit Rindern oder Schafen. Nur wenige weit verstreute kleine Dörfchen, teils mit gut erhaltenem mittelalterlichem Gebäudebestand.

Kuhreiherkolonie  

Die Menschen hier leben von Fischzucht, Landwirtschaft und ein wenig Tourismus. 

Ein wirklich ganz authentisches Stück Frankreich auf dem Lande – wo die „Welt noch in Ordnung ist“: Die Bauern abends nach dem Barbesuch angetrunken nach Hause fahren und die leckeren Enten noch richtig kernig und gemäß alter Sitte gejagt werden dürfen. Nein, Spaß beiseite....

Es lohnt hier sehr, einen Stopp einzulegen. Sei es mit dem Wohnwagen oder Camper. Oder, wenn du mit dem PKW reist, in einer Pension oder Hotel. Plane dafür aber zumindest drei Nächte. Denn es gibt furchtbar viel zu sehen und zu entdecken. 

Observationshütten & Wandertipps 

Um Vögel zu beobachten sind an vielen Stellen im Gebiet vorbildliche Holzhütten und Sichtschutzzäune installiert worden. Wer Frankreich kennt, der weiß wie wichtig das ist. Denn die Vögel sind hier nicht unbegründet ein wenig mehr scheu als in anderen Ländern.

  • Etang Chapelier: Es gibt 2 Hütten und Sichtschutzwände mit kurzem Wanderweg. Denke daran ein Spektiv mitzunehmen. Ein Fernglas 8 bis 10-fach reicht nicht immer. Außer Vögel kannst du hier viele Nutrias sehen und beim Herauftauchen von Mummelwurzeln fotografieren. 
  • Etang de Vernange: Eine Hütte etwas erhöht bietet oft gute Chancen auf Schwarzhalstaucher und Purpurreiher.  
    dombue_-_beobachtungshuette.jpg
    Beobachtungshütte  
  • Grand Etang de Bineux: Ein Beobachtungspunkt zwischen zwei Etangs. Mit guter Parkmöglichkeit fürs Auto oder Womo. 
  • Wanderung bei Sainte Olive: Ein schöner Rundwanderweg ca. 5 km zwischen Teichen und Feldern. Immer wieder gute Aussichtspunkte. Im Wald eine lärmende Seidenreiherkolonie. Mit Kolbenenten, Grau- und Purpurreihern, Zwergtauchern und gut für rund 2-3 Stunden. 
  • Wanderung bei Saint-Nizier-le-Desert: Markierter Weg für etwas sportlicherer Fernglaswanderer über 14 km. Das dann sicher ohne Spektiv. 
  • Dann gibt es natürlich noch den bekannten Vogelpark beim Hauptdorf Villar-Les-Dombes: Der „Park Oiseaux“. Ein Vogelzoo der Extraklasse. Besser als der Vogelpark Walsrode in Deutschland. Perfekt in die Landschaft integriert. Viele Freiflughallen und teilweise wildlebende Bewohner, die auch hier nisten. Spektakulär sicher die gemischte Kolonie Seidenreiher, Kuhreiher und Nachtreiher. Und immer dazwischen die Storchennester....ein sehr eindrückliches Erlebnis. Der Eintritt kostet 20 € pro Person, aber was ist schon billig in Frankreich?
  • Direkt neben dem Park hat es noch einen weiteren Observatonspunkt am Etang Turlet. Eine Hütte und ein guter Zugang zu kleineren Teichen.

Wenn du hier in der Region logieren möchtest, dann gibt es unweit des Dorfes Villars-Les-Dombes den Camping Le Large. Hier haben wir uns sehr wohl gefühlt. Bodenständig, aber alles war da, was wir brauchten. Ruhe, einfache Sanitärs und ein Snackpoint mit Zapfe.  

Übernachtungtipp: Hostelellerie Du Vieux Perouge im Kern eines mittelalterlichen Dorfes. 

 

Besonderes Erlebnis:

Wenn du in einem spannenden mittelalterlichen Dörfchen in einem tollen historischen Hotel wohnen möchtest, dann empfehlen wir gerne Perouges und die „Hostellerie De Vieux Perouges“. Ebenfalls nicht ganz preiswert, aber stilecht. Ab 150 € fürs DZ plus Frühstück. 

In Dombes selbst finden sich aber auch einfachere Pensionen so um die 70 – 90 €.

Der Autor

Stephan Martens

Die Natur ist meine Leidenschaft. Und mein Traumberuf seit rund 20 Jahren Reiseleiter: Genauer gesagt bin ich Naturreiseleiter und leite auch Ornithologische Touren. Ökologische Zusammenhänge und die anthropogenen Auswirkungen finde ich spannend. Mit Gästen Naturbegeisterung teilen, das gefällt mir.

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