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10 häufige Fragen zu unseren Naturstudienreisen

FAQs rund um das Thema Naturreisen
25. April 2022

Europa

Spanien

Naturstudienreisen

1. Was zeichnet unsere Naturreise aus?

Eine Reise kann dann als Naturreise bezeichnet werden, wenn ihr Hauptteil sich mit dem Thema Natur befasst. Zumeist sind es Exkursionen, Safaris, also Ausflüge ins Grüne. In Nationalparks, Naturparks oder einfach zu schönen Orte mit viel möglichst ungestörter Natur. Urbane Lebensräume sind deshalb aber keine Tabuzonen. Ob sie nun alle durch Wanderungen, Ansitzen oder Bootstouren erlebbar gemacht, steht offen.

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Stephan an der Lagune des Cotopaxi 

In der Regel geschieht das bei uns in der Kleingruppe mit nur 4 - 6 Teilnehmnern oder privat geführt durch uns als Reiseleiter. Aber auch individuelle Reisen zum Beispiel mit dem Mietwagen können Naturreisen sein. Sie werden zumeist durch intensive Informationsübermittlung und gute Zielauswahl vor der Reise von uns als DieNaturreise vorbereitet. Wenn gewünscht, gibt es einen Support per WhatsApp während der Reise.

Eine Naturreise kann wenige Tage oder viele Wochen dauern und sowohl in exotischen Ländern wie Costa Rica, Ecuador oder an bekannteren Orten wie Spanien oder Niederlande stattfinden. 

Zumeist finden sich hier, immer unter dem Motto „Natur erleben“, gut vorgebildete Menschen aller Altersklassen zusammen.

 

2. Was kostet eine Gruppenreise als Naturreise?

Eine Reise mit guter Vorbereitung und/oder Reiseleitung zu speziellen Zielen ist sicher teurer als nur eine Ferienwohnung. Wenn also eine Rundreise zum Thema Natur rund zwei Wochen andauert, in kleiner Gruppe und mit Fachreiseleitung stattfindet, mehrere Standorte in guten bis gehobenen Hotels mit zum Teil Halbpension hat, so rechnen sie mit Preisen in Höhe von 2000,- € bis 4000,- € pro Person auf der Basis Doppelzimmer. Anreisen z B im Zug oder mit Flug sind noch nicht mitgerechnet. 

 

3. Ist eine Naturreise eine Ornithologische Reise?

Nein, aber es sind viele Parallelen vorhanden. Wie auf einer Ornithologischen Rundreise finden sich hier Naturfreunde zusammen. Und an vielen Standorten, also Destinationen „drängen“ sich in der Natur die Vögel schon auf und sind meist Hauptakteure. Ornireisen, wenn sie mit Intensiv-Vogelfindern bestückt sind, sind keine lockere Sache. Sondern hier wird ehrgeizig gearbeitet. Ein Vogel einmal identifiziert, ist er schnell uninteressant und die wertvolle Zeit wird genutzt, um hinten im Gebüsch die nächste „graue Maus“ zu suchen und die Liste zu erweitern.

Es gibt auch Ornithologische Reisen, auf welchen es lockerer zugeht. Das ist zum Beispiel unsere Ornithologische Reise Costa Rica. Oft ist somit der Übergang zur Naturreise fließend. Auf einer Naturreise findet sich auch Zeit für andere Lebewesen und Pflanzen. Auch für Landwirtschaft und anthropogene Einflüsse. Ökologie ist ein wichtiger Aspekt. Probleme und Auswirkungen werden hier gerne beleuchtet. 

 

4. Ist eine Naturreise eine Bildungsreise?

Sicher erweitert jeder gerne seine Kenntnisse und seinen Horizont.

Jamoneria  
Aber als strenge Weiterbildung würden wir es nicht ansehen. So sollte auch auf jeder Tour oder eben Gruppenreise auch Kultur, Geselligkeit und damit auch gutes Essen und Trinken seinen Raum haben. Schließlich spiegelt sich eine Region und ihre Natur sich oft auch auf dem Teller oder in den Gläsern wieder und Streifzüge durch die Restaurants sind somit unerlässlich dafür, diese Gegend dann zu verstehen. Es darf sich also auch „etwas wie Urlaub“ anfühlen.

In der Natur, in Nationalparks, an bestimmten Stellen oder Objekten, in landwirtschaftlichen Kulturen sollte der Fachreiseleiter in lockerer Form über Sachverhalte referieren oder die Inhalte im Gespräch vermitteln können. 

Wenn die Teilnehmer dann scherzhaft fragen, ob es eine Abschlussprüfung gibt, läuft etwas falsch. So denken wir, nein sind überzeugt auf unseren eigenen Touren den richtigen Ton und die richtige Balance gefunden zu haben. Die vielen positiven Reviews zu unseren Rundreisen bestätigen dies. 

  

5. Wie viele Leute nehmen an einer Studienreise in die Natur teil?

Naturreisende gehören sicher zu einer immer größer werdenden Gruppe im Bereich Tourismus. Aber trotzdem spielt sich und zum Glück alles im niedrigen einstelligen Prozentbereich im Vergleicht zu den gesamten Touristenzahlen ab. Naturreisen können auch individuell unternommen werden. Schreiben wir aber von Gruppenreisen und fragen nach ihrer Größe, so sollten sie so klein wie möglich sein.

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Rotaugenlaubfrosch 

Klassische Naturstudienreisen wurden damals von einigen Anbietern in Schulklassengröße durchgeführt. Zum Teil heute noch. Diese Reisen sind aber keine rechten Naturreisen. Es ist nicht möglich, in einer Gruppe von mehr als 10 Personen auf die Pirsch zu gehen, Vögel oder Frösche zu finden, Orchideen zu suchen und dann diese vor Ort zu erklären. Gute Größen für Gruppenreisen sind bei uns immer 4 bis 6 Personen.

Dazu ein Beispiel: Der Lokalguide läuft auf einem Waldweg vorneweg und entdeckt etwas. So muss schnell auch die letzte Person sehen können, was gesichtet wurde. Und, nicht zu laut, schnell eine Erklärung vom Reiseleiter folgen können. Wir kennen das aus unserer Praxis, denn wir leiten rund 8 Monate im Jahr selbst eigene Rundreisen in den schönsten Naturräumen der Erde.

 

6. Wie gestaltet sich ein typischer Reisetag auf einer Naturreise?

Am Vorabend sollten wir als Naturreiseleiter jeweils darüber informieren, wo es genau hingeht am nächsten Tag. Oft erfordert das Wetter oder Naturaktivität ein leichtes Abweichen vom ausgeschriebenem Programm oder vom Programm, welches in den Reiseunterlagen in Farbe vorzufinden ist. Darüber hinaus dürfen Infos über Wegebeschaffenheit, Wegelänge, Höhenmeter, erforderliches Ausrüstung wie spezielles Schuhwerk, Mückenschutz etc. nicht fehlen.

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Auf der Suche nach den Großtrappen nahe Trujillo  

An manchen Tagen wird schon zu einer „Vorfrühstücksexkursion“ eingeladen. Sonst und zumeist in nach dem Frühstück der Zeitpunkt den Bus für einen Ausflug zu besteigen oder den „Abmarsch“ von vor Ort zu vereinbaren.  Es sollte schon immer geplant sein, wie am betreffenden Tag mit einer Pause für ein Mittagsessen oder Picknick umgegangen wird. Entsprechend wird dafür eingekauft oder eine Einkehr in Aussicht gestellt. 

Die Essenszeiten am Tage müssen aber flexibel bleiben und sich den Naturaktivitäten unterordnen dürfen. 

Die Ausflüge selbst finden dann in der Regel in Gruppe statt. Wenn es erforderlich ist und mache Teilnehmer nicht ganz so leistungsfähig sind oder mehr Zeit vor Ort beanspruchen für z B Dokumentation, dann ist es manchmal vorteilhaft, die Gruppe zu splitten. Jeder soll zu seinen Recht kommen. So sind eben an manchen Tagen oder Halttagen einzelne Teilnehmer auch mal nur mit einem von uns unterwegs. 

An durchschnittlichen Tagen ist es so vorgesehen, dass die Unterkunft dann wieder am späten Nachmittag angesteuert wird und noch persönliche Zeit bleibt. Zumeist am frühen Abend, in Spanien auch etwas später, wird dann gemeinsam zu Abend gegessen. Auf Wunsch (das ist die Regel) können die Tageserlebnisse und Sichtungen noch einmal von der Reiseleitung zusammengefasst werden. Listen und Bilder können hier helfen. Aber es versteht sich von selbst, dass die Tagesbesprechung nur einen kleinen Teil des abendlichen Zusammentreffens beanspruchen sollte. 

 

7. Welche körperliche Fitness muss ich mitbringen auf einer Studienreise Natur?

Sicher ist der Durchschnitt im Alter der Gäste bei rund 50-55 Jahren. Es reisen bei uns aber regelmäßig auch junge Paare oder Einzelreisende auf Studien-Reisen mit. Nach oben, was die Jahresringe eines jeden betrifft, ist die Teilnahme nicht begrenzt. Nur eine Mindestfitness und Gesundheit ist erforderlich. Bergsteigen muss man sicher nicht, aber 3-5 Kilometer über Stock und Stein auch mal bei feuchtem Grund sollten einen nicht zurückschrecken. Ein wenig Stressfestigkeit, was Temperaturen, Sonne, Wind, Staub oder Mücken und Ameisen betrifft in ebenfalls nicht von Schaden.

Das Alter spielt wegen der ähnlichen Reisemotivation der Gruppenteilnehmer eher eine untergeordnete Rolle. Im Zweifel kann diese Frage durch ein Telefonat direkt mit uns Reiseleitern geklärt werden. 

 

8. Welche Ausrüstung brauche ich für eine Rundreise in die Natur?

Als erstes wohl gutes Schuhwerk. Es braucht kein Bergstiefel zu sein, aber ein leichter Wanderschuh ist ratsam. Sneakers oder Turnschuhe sind keine Wanderschuhe!

Sonst steht es frei, welche Kleidung gewählt wird. Praktisches ist zu bevorzugen, zu Buntes in Alarmfarben erschreckt sogar Tiere.

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Unser Bus für die Spanienreisen 

Als Koffer sind Hartschalenkoffer eher hinderlich, weil sie im Bus hin und her rutschen. Somit sind „weichwandige“ Trolleys erste Wahl.

Weiter schadet eine leichte Regenjacke natürlich nicht. Und entsprechender Regenschutz für die Technik.

Technik? Ja zum Beispiel ein Fernglas eines Markenherstellers von 8-10-facher Vergrößerung x 42 mm Objektivdurchmesser ist passabel und noch kompakt genug. Kleinere Geräte mit 25 mm Objektiven halte ich für zu klein in der Natur. Bei der Fotoausrüstung kann und möchte ich mich nicht einmischen, denn das sind ja fast „religiöse“ Themen. Ein Spektiv, also Fernrohr auf Stativ, ist in der Regel Bestandteil der Ausstattung, welche vom Veranstalter bzw. uns als Reiseleitung gestellt wird. Es steht natürlich frei, noch zusätzlich ein Gerät mitzunehmen. In unseren Bussen gibt es keine Gewichtsbegrenzung. 

  

9. Was sind klassische Ziele für eine Studienreise in die Natur?

Besonders sind Regionen gefragt, wo es auf kleiner Fläche eine große Vielfalt zu bestaunen gibt. Regionen, wo es eine gewisse touristische Infrastruktur gibt, die die Naturbeobachtung einfacher macht. Das sind zum Beispiel gut geh-bare Wege und erschlossene Naturparks. Sicherheit und Annehmlichkeit spielt aber auch eine Rolle. Wer ständig Angst um sein Equipment haben muss, der hat keinen Spaß an der Beobachtung. Wer abends ein gutes Restaurant zur Verfügung findet, der kann Leib und Seele zusammenhalten und dann entspannt mit uns die Natur entdecken. 

Gerade deshalb sind Costa Rica und Spanien Klassiker für die Durchführung von unseren eigenen Naturreisen.

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Iberischer Luchs 

  

10. Wann bucht man am besten?

Studienreisen werden zumeist sehr lange im Voraus gebucht. Die Vorbereitung erfordert relativ viel Aufwand. Nicht nur Hotels und Lodges, welche oft nur wenige Zimmer haben und mitten in der Natur liegen, müssen zeitig vom Veranstalter bestellt werden. Darüber hinaus müssen lokale Guides oder Bootsführer die Termine blocken. Mit anderen Worte: Sie sollten mindestens 1 Jahr Vorplanung einrechnen. Ein Jahr Vorplanung bedeutet auch ein Jahr Vorfreude! 

Uns ist als Veranstalter und Reiseleiter sehr daran gelegen, die Wunschunterkünfte zu bekommen und keine Kompromisse machen zu müssen. 

Der Autor

Stephan Martens

Die Natur ist meine Leidenschaft. Und mein Traumberuf seit rund 20 Jahren Reiseleiter: Genauer gesagt bin ich Naturreiseleiter und leite auch Ornithologische Touren. Ökologische Zusammenhänge und die anthropogenen Auswirkungen finde ich spannend. Mit Gästen Naturbegeisterung teilen, das gefällt mir.

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