Diese intensive Fotoreise führt durch einige der abwechslungsreichsten Lebensräume Costa Ricas: die Gärten des Zentraltals, den tropischen Trockenwald des Zentralpazifiks, den Regenwald des Carara-Nationalparks, die kühlen Nebelwälder des Talamanca-Gebirges, die karibischen Tieflandregenwälder und die weitläufigen Feuchtgebiete im Norden des Landes.
Im Mittelpunkt stehen außergewöhnliche Möglichkeiten zur Vogel- und Naturfotografie. Frühmorgendliche Exkursionen, sorgfältig ausgewählte Futterstellen, Bootstouren, Fotohides sowie spezielle Makro- und Nachtaktivitäten ermöglichen es uns, unterschiedlichste Arten und Verhaltensweisen unter bestmöglichen Bedingungen zu fotografieren.
Dabei geht es nicht darum, möglichst schnell eine lange Artenliste abzuarbeiten. Wo sich besondere fotografische Gelegenheiten ergeben, nehmen wir uns bewusst die notwendige Zeit.
Helmut Guth, geboren und aufgewachsen in Costa Rica, ist gelernter Fotograf und zertifizierter deutschprachiger Reiseleiter spezialisiert auf ornithologische Rundreisen und Fotoreisen. Er interessierte sich schon in jungen Jahren für Natur und Tierwelt und wurde im Ökoturismus ausgebildet.
mehr von Helmut Guth anzeigen ...Nach der Ankunft am internationalen Flughafen erfolgt der Transfer zu den Villas San Ignacio im Zentraltal. Abhängig von der Ankunftszeit bleibt Gelegenheit, sich von der Reise zu erholen, die Ausrüstung vorzubereiten und einen ersten Spaziergang durch die üppigen Hotelgärten zu unternehmen.
Die offenen Gartenbereiche und alten Bäume bieten bereits erste Möglichkeiten, einige der häufigeren, aber dennoch sehr fotogenen Vogelarten Costa Ricas kennenzulernen.
Ein angenehmes, aufgeräumtes Hotel nur 20 Minuten vom Airport und noch am Stadtrand von Alajuela. Guter Ausgangspunkt für Touren ins Poasmassiv. 4 Hektar z. T. baumbestandenes Privatgelände mit kurzen Trails zum Natur genießen. 20 komfortalbe Zimmer in 2 Kategorien, Restaurant und Pool. Freundlich, familär und professionell.
Vor dem Frühstück erkunden wir die Gärten der Villas San Ignacio. Das weiche Morgenlicht und die offenen Sitzwarten bieten gute Voraussetzungen für erste Vogelporträts und Flugaufnahmen.
Zu den möglichen Arten gehören Rufous-tailed Hummingbird, Blue-vented Hummingbird, Crimson-fronted Parakeet, Great Kiskadee und Blue-gray Tanager.
Anschließend fahren wir in Richtung Zentralpazifik zur Cerro Lodge. Während der Fahrt verändert sich die Landschaft deutlich: Die kühleren Regionen des Zentraltals gehen allmählich in die trockeneren Wälder und offenen Lebensräume der Pazifikküste über.
Am Nachmittag bleibt Zeit für eine erste Erkundung der Lodgegärten und ihrer Umgebung.
Am frühen Morgen unternehmen wir gemeinsam mit dem lokalen Guide Álvaro eine Exkursion durch die Trockenwaldgebiete rund um Tárcoles. Diese Region beherbergt zahlreiche Arten, die in den feuchteren Teilen Costa Ricas kaum oder gar nicht vorkommen.
Unser fotografischer Schwerpunkt liegt unter anderem auf White-throated Magpie-Jay, Turquoise-browed Motmot, Pacific Screech-Owl, Black-headed Trogon und Ferruginous Pygmy-Owl.
Nach einer Pause zur Mittagszeit folgt am Nachmittag eine private Bootstour auf dem Río Tárcoles. Der Fluss, seine Mangroven und die nahe gelegene Flussmündung bieten hervorragende Möglichkeiten zur Fotografie von Wasservögeln, Küstenvögeln und Greifvögeln.
Mögliche Motive sind Royal Tern, Sandwich Tern, Magnificent Frigatebird, Brown Pelican, Hudsonian Whimbrel und Roseate Spoonbill. Auch der American Crocodile ist entlang des Flusses regelmäßig zu beobachten.
Die Bootstour bietet besonders gute Voraussetzungen für Aufnahmen aus niedriger Perspektive sowie für Flug- und Verhaltensfotografie.
Am Morgen besuchen wir den Carara-Nationalpark. Hier treffen die trockeneren Lebensräume des Nordpazifiks auf die feuchten Regenwälder des Südpazifiks. Diese Übergangszone macht Carara zu einem der artenreichsten Vogelgebiete Costa Ricas.
Auf den Waldwegen suchen wir nach typischen Regenwaldarten wie White-whiskered Puffbird, Black-throated Trogon, Black-hooded Antshrike, Streak-chested Antpitta, Ruddy-tailed Flycatcher und Chestnut-backed Antbird.
Die Fotografie im dichten Regenwald kann anspruchsvoll sein. Wir arbeiten daher gezielt mit den vorhandenen Lichtfenstern und nehmen uns Zeit für Arten, die sich auf niedrigen Sitzwarten oder entlang der Waldwege zeigen.
Am Nachmittag erkunden wir die ausgedehnten Waldflächen des La Foresta Nature Resort. Ein besonderes Ziel ist der seltene Central American Squirrel Monkey, der sich gelegentlich in den Baumkronen rund um die Lodge beobachten lässt.
Ein gut gelegenes Hotel am Ortsrand von Quepos. Praktische große Zimmer, luftiger Garten, eigene naturbelassene Wanderwege und großer Pool. Das Frühstück ist reichhaltig und das Personal hilfreich und freundlich. Idealer Ausgangspunkt, um frühmorgens auf den hauseigenen Wegen und im Schutzgebiet schon Tiere zu entdecken. Ein Restaurant mit Bar gibt es ebenfalls.
Am Morgen besuchen wir den Esquipulas Rainforest. Das private Waldgebiet bietet Zugang zu feuchten Pazifikwäldern und mehreren attraktiven Fotostellen.
Zu unseren möglichen Zielarten gehören White-tipped Sicklebill, Purple-crowned Fairy, Golden-naped Woodpecker, Thick-billed Euphonia, Red-capped Manakin und Fiery-billed Aracari.
Im Anschluss fahren wir hinauf in das Talamanca-Gebirge. Während der Fahrt verändert sich die Vegetation vom tropischen Tieflandregenwald zu den kühlen Berg- und Nebelwäldern der Region Dota.
Am Nachmittag fotografieren wir rund um die Gema del Bosque Lodge. Die Gärten und angrenzenden Waldflächen sind Lebensraum zahlreicher Hochlandarten, darunter White-throated Mountain-gem, Volcano Hummingbird, Spotted Wood-Quail und Sooty Thrush.
Nach Einbruch der Dunkelheit besteht mit etwas Glück die Möglichkeit, einen Ring-tailed Cacomistle zu beobachten.
Noch vor dem Frühstück brechen wir zu unserer ersten gezielten Quetzal-Fotografie auf. Der Resplendent Quetzal zählt zweifellos zu den eindrucksvollsten Vögeln Mittelamerikas und ist eines der wichtigsten fotografischen Ziele dieser Reise.
Anstatt den Vogel lediglich kurz zu beobachten, planen wir ausreichend Zeit ein, um unterschiedliche Sitzwarten, Lichtbedingungen und Verhaltensweisen fotografisch nutzen zu können. Besonders die Männchen mit ihren langen Oberschwanzdecken bieten außergewöhnliche Bildkompositionen.
Nach einer Pause erkunden wir am Nachmittag weitere Bereiche des Tals von San Gerardo de Dota.
Neben dem Resplendent Quetzal bestehen Chancen auf Acorn Woodpecker, Flame-colored Tanager, Emerald Toucanet, Scintillant Hummingbird und Spangle-cheeked Tanager.
Nach dem Frühstück verlassen wir die Region Dota und besuchen Paraíso Quetzal. In den Gärten und an den Futterstellen konzentrieren wir uns auf die Fotografie hochgelegener Kolibri- und Waldarten.
Mögliche Motive sind Golden-browed Chlorophonia, Long-tailed Silky-flycatcher, Talamanca Hummingbird, Lesser Violetear, Fiery-throated Hummingbird und Black-and-yellow Silky-flycatcher.
Besonders der Fiery-throated Hummingbird kann bei geeignetem Licht seine intensiv irisierenden Farben zeigen. Wir achten daher sorgfältig auf Aufnahmewinkel, Hintergrund und Lichtrichtung.
Nach dem Mittagessen setzen wir unsere Fahrt über die Zentralkordillere in Richtung Sarapiquí fort. Am Nachmittag erreichen wir die Aranwa Sarapiquí Rainforest Lodge in den karibischen Tiefländern.
Am Morgen besuchen wir Cope’s Garden, eines der bekanntesten privaten Naturprojekte der Region. An den Futterstellen können verschiedene Tieflandarten aus kurzer Distanz fotografiert werden. Zusätzlich suchen wir gemeinsam mit Cope nach Eulen und anderen versteckt lebenden Waldvögeln.
Zu den wichtigsten möglichen Arten gehören Spectacled Owl, Crested Owl, Chestnut-headed Oropendola, Red-winged Blackbird, Bronze-tailed Plumeleteer, Russet-naped Wood-Rail und White-necked Jacobin.
Am Nachmittag besuchen wir den Pierella Ecological Garden. Dieses kleine, familiengeführte Naturschutzprojekt schützt wertvollen Tieflandregenwald und bietet hervorragende Möglichkeiten für Vogel-, Makro- und Naturfotografie.
Hier können unter anderem Rufous-tailed Jacamar, Olive-backed Euphonia und Chestnut-colored Woodpecker beobachtet und fotografiert werden.
Nach dem Frühstück fahren wir weiter in den äußersten Norden Costa Ricas. Unterwegs besuchen wir Edward’s Garden, eine private Fotostelle in der Region Boca Tapada.
An den Futterstellen erwarten uns ausgezeichnete Möglichkeiten, farbenprächtige Tieflandarten auf natürlichen Sitzwarten zu fotografieren.
Mögliche Arten sind Keel-billed Toucan, Montezuma Oropendola, Brown-hooded Parrot, Golden-hooded Tanager, Orange-chinned Parakeet und Collared Aracari.
Später erreichen wir die Laguna del Lagarto Lodge, eine der bekanntesten Unterkünfte für Vogel- und Tierfotografie im nördlichen Tiefland Costa Ricas.
Je nach Ankunftszeit nutzen wir bereits den Nachmittag für erste Aufnahmen von der Aussichtsterrasse der Lodge.
Der heutige Tag ist vollständig der Naturfotografie rund um Laguna del Lagarto gewidmet.
Am frühen Morgen fotografieren wir von der erhöhten Aussichtsterrasse. Die Baumkronen befinden sich teilweise auf Augenhöhe, wodurch sich ungewöhnlich klare Hintergründe und gute Perspektiven auf Tukane, Papageien, Tangaren und weitere Regenwaldarten ergeben.
Am späteren Vormittag besuchen wir einen speziellen Fotohide für den King Vulture. Mit Geduld besteht hier die Möglichkeit, diesen eindrucksvollen Neuweltgeier aus geringer Distanz und auf Augenhöhe zu fotografieren.
Am Nachmittag ist eine spezielle Fledermaus-Fotosession vorgesehen. Dabei können die Tiere im Flug und mit kontrollierter Blitztechnik aufgenommen werden.
Nach Einbruch der Dunkelheit folgt eine Makrofotografie-Session mit Fröschen und Schlangen. Der Schwerpunkt liegt auf sorgfältig gestalteten Aufnahmen mit natürlichen Sitzwarten, kontrollierter Beleuchtung und ruhigen Hintergründen.
Nach dem Frühstück verlassen wir Boca Tapada und fahren zum The Nest Nature Center. Hier besuchen wir aktive Balzplätze von Manakins und nutzen die Futterstellen für weitere Vogelporträts.
Mögliche Arten sind Yellow-throated Toucan, White-collared Manakin, Orange-billed Sparrow und Red-legged Honeycreeper.
Anschließend fahren wir zum Río Medio Queso, einem abgelegenen Fluss- und Feuchtgebiet nahe der Grenze zu Nicaragua. Während einer Bootstour erkunden wir schmale Wasserläufe, offene Sümpfe und dichte Ufervegetation.
Zu den möglichen Zielarten gehören Ruddy-breasted Seedeater, Nicaraguan Grackle, Pinnated Bittern, Least Bittern, Fork-tailed Flycatcher, Green Heron, Bare-throated Tiger-Heron und Snail Kite.
Nach der Bootstour setzen wir unsere Fahrt zur Natural Lodge Caño Negro fort.
Heute unternehmen wir zwei ausgedehnte Bootstouren durch die Flüsse, Lagunen und saisonalen Feuchtgebiete von Caño Negro.
Die erste Tour beginnt am frühen Morgen, wenn das Licht weich ist und viele Vögel besonders aktiv sind. Am Nachmittag wählen wir eine andere Route, um weitere Lebensräume zu erkunden und zusätzliche Arten sowie unterschiedliche Lichtbedingungen zu nutzen.
Caño Negro bietet ausgezeichnete Möglichkeiten zur Fotografie von Wasservögeln, Greifvögeln, Eisvögeln und Reptilien.
Mögliche Motive sind Black-collared Hawk, Osprey, Emerald Basilisk, Anhinga, Neotropic Cormorant, Sungrebe, Little Blue Heron, Southern Lapwing, White Ibis, Glossy Ibis, Boat-billed Heron und Yellow-tailed Oriole.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den verschiedenen Eisvogelarten der Region: Ringed Kingfisher, Amazon Kingfisher, Green Kingfisher, Green-and-rufous Kingfisher und American Pygmy Kingfisher.
Durch das Fotografieren vom Boot aus entstehen niedrige Perspektiven und freie Sichtachsen entlang der Ufervegetation.
Nach dem Frühstück fahren wir in Richtung Vulkan Arenal. Unterwegs besuchen wir den Bogarín Trail, ein kleines privates Schutzgebiet, das für seine guten Beobachtungsmöglichkeiten von Vögeln und Faultieren bekannt ist.
Neben neuen Vogelarten suchen wir nach Brown-throated Three-toed Sloth und Hoffmann’s Two-toed Sloth.
Später erreichen wir die Arenal Observatory Lodge. Die Lodge liegt inmitten ausgedehnter Waldflächen und bietet Ausblicke auf den Vulkan Arenal sowie direkten Zugang zu Gärten, Sekundärwald und reiferen Regenwaldbereichen.
Am Nachmittag erkunden wir die nähere Umgebung der Lodge. Mögliche Arten sind Keel-billed Motmot, Broad-billed Motmot, Fasciated Antshrike, Barred Antshrike und – mit etwas Glück – Black-and-white Owl.
Der gesamte Tag steht für die Erkundung der Arenal Observatory Lodge und ihrer unterschiedlichen Lebensräume zur Verfügung.
Am frühen Morgen konzentrieren wir uns auf die Bereiche rund um die Gärten, die Aussichtsterrasse und die Waldränder. Anschließend können wir verschiedene Waldwege und Beobachtungspunkte nutzen.
Da wir einen vollständigen Tag an einem Standort verbringen, können wir flexibel auf aktuelle Vogelaktivität, Wetter und Licht reagieren. Besonders interessante Arten können mehrfach aufgesucht werden, um unterschiedliche Bildideen, Perspektiven und Lichtverhältnisse umzusetzen.
Zwischen den fotografischen Einheiten bleibt ausreichend Zeit für Pausen, Bildkontrolle und die Vorbereitung der Ausrüstung für die letzte Etappe der Reise.
Rückfahrt ins Zentraltal und Abreise
Nach einer letzten morgendlichen Fotografie-Session verlassen wir die Region Arenal und fahren zurück in Richtung Zentraltal.
Abhängig von der Abflugzeit, den Wetterbedingungen und der aktuellen Vogelaktivität nutzen wir geeignete Stopps entlang der Strecke für letzte Beobachtungen und Fotoaufnahmen.
Am Abend erfolgt der Transfer zum internationalen Flughafen und der Rückflug.
Damit endet eine abwechslungsreiche Fotoreise durch die wichtigsten Lebensräume Costa Ricas – vom pazifischen Trockenwald über die Hochlagen des Talamanca-Gebirges bis zu den Regenwäldern und Feuchtgebieten der karibischen und nördlichen Tiefländer.
Hinweis zum Reiseverlauf
Die beschriebenen Tierarten stellen mögliche Beobachtungen dar und können nicht garantiert werden. Wetter, Wasserstände, Straßenverhältnisse und das natürliche Verhalten der Tiere können Änderungen im Tagesablauf erforderlich machen.
Der Reiseleiter kann einzelne Aktivitäten, Abfahrtszeiten oder Besuchsreihenfolgen anpassen, wenn dadurch bessere Beobachtungs- und Fotobedingungen zu erwarten sind.